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29.04.14: Einführung offiziell gestoppt

Wir haben es geschafft! Lesen Sie hier den Beitrag von Spiegel-online vom 29.04.14:

Streit um Pepp: Koalition bremst Bezahlsystem für psychisch Kranke aus
Entgeltesystem Pepp soll zur besseren Versorgung von psychisch Kranken führen - doch Kritiker fürchten das Gegenteil

Am geplanten Bezahlsystem in psychiatrischen Kliniken Pepp gab es immer wieder massive Kritik. Gegner fürchten, dass psychisch Kranke durch pauschale Abrechnungen schlechter behandelt werden könnten. Jetzt hat die Koalition die Notbremse gezogen.

Königswinter - Für viele Gesundheitspolitiker ist Pepp, das geplante Bezahlsystem in psychiatrischen Kliniken, seit jeher ein Dorn im Auge: Viele fürchten Risiken für psychisch Schwerkranke, wenn die Kliniken künftig über Pauschalen abrechnen. Gegner des Systems kritisierten Pepp bis zuletzt immer wieder massiv. Jetzt hat auch die Koalition das Entgeltsystem in Frage gestellt.

Eigentlich sollte Pepp kommendes Jahr zur Pflicht werden. Bisher ist den 580 psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken noch freigestellt, ob sie danach abrechnen. Diese Optionsphase werde nun bis Ende 2016 verlängert. Das haben die Vorstände der Koalitionsfraktionen am Dienstag auf ihrer Klausurtagung in Königswinter bei Bonn beschlossen.

Zwar soll es finanzielle Anreize für Kliniken geben, die auf das neue System umstellen. Doch das Bundesgesundheitsministerium soll Pepp grundsätzlich überprüfen und gegebenenfalls Alternativen entwickeln.

Der überraschend gefasste Beschluss geht offenbar auf einen Antrag des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbachs zurück. Lauterbach sagte, es sei der "Ausstieg aus der schnellen Einführung des Pepp". Gefahren durch Pepp sollten ausgeschlossen werden. Es drohe etwa, dass Kliniken bei Patienten bestimmte Krankheiten nur deshalb diagnostizieren, weil diese besonders lukrativ seien.

Psychisch Kranke sind wehrlos

Psychotherapien würden in dem neuen System zudem unterbezahlt und drohten weniger häufig angeboten zu werden. Zudem gebe es Patienten, die ganz durchs Behandlungsraster fallen könnten. "Psychisch Kranke können sich dagegen nicht wehren", sagte Lauterbach. Insgesamt seien zwei Millionen Menschen betroffen.

Kritiker hatten auch gefürchtet, dass Menschen etwa mit schweren Depressionen, Schizophrenie oder Suchtproblemen durch Pepp zu früh aus der Klinik entlassen werden könnten: Von den Kassen wird für jeden Aufenthaltstag eine Pauschale gezahlt - je nach Erkrankung sinken die Tagessätze während des Aufenthaltes. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hatte eine Verlängerung der Optionsphase bis 2017 gefordert, der Krankenkassen-Spitzenverband stemmte sich dagegen. Derzeit rechnen rund 80 Häuser mit dem neuen System ab.

Quelle: www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/streit-um-pepp-koalition-bremst-bezahlsystem-fuer-psychisch-kranke-aus-a-966773.html

14.03.14: Wir waren erfolgreich!

Die konsequenten Anstrengungen des Netzwerkes gegen PEPP gipfeln jetzt darin, dass der Bundesgesundheitsminister Gröhe das neue Entgeltsystem für zwei Jahre aussetzt. Dies gibt uns Zeit, zu forschen, zu verhandeln und intelligente patientenorienterte Lösungen zu finden, die wirtschaftliche tragbar sind! Die Petition hat maßgeblich dazu beigetragen, das politische Bewusstsein zu erreichen.

Wir haben es geschafft! Herzlichen Dank, an alle, die die Petition von Pandora mit unterstützt haben.

Die offizielle Mitteilung der SPD-Bundestagsfraktion.

03.03.14

Ergebnis:

Stand: 25.02.14
Die Petition hat 16.650 online und 27.006 offline-UnterzeichnerInnen gefunden. Leider reichen diese 43.656 Stimmen nicht aus um innerhalb von vier Wochen das geforderte Quorum von 50.000 zu erreichen. Aber die Bemühungen gehen trotzdem weiter um PEPP zu stoppen. Derzeit liegt dazu ein Antrag der LINKEN dem Gesundheitsausschuss vor.

07.02.14 - Petition für seelisch Kranke

Es geht um die Verbesserung der Gesundheitsversorgung von psychisch Kranken in Deutschland. Dabei brauchen wir heute dringend Ihre Hilfe.
Trotz erheblichem Protest von Fachkreisen und Betroffenen wurde 2013 die stufenweise Umsetzung eines neuen Entgeltsystems in der Psychiatrie (PEPP) begonnen.

Auswirkungen von PEPP in Kurzform

  • Schwer kranke PatientInnen werden benachteiligt.
  • PatientInnen werden unabhängig vom Befinden zu früh entlassen, was häufig zu erneuten stationären Aufnahmen führt.
  • Es droht Personalabbau.
  • Die heimatnahe sofortige Aufnahmefähigkeit für akut kranke Patienten ist gefährdet.
  • PEPP geht an den Bedürfnissen der Menschen, die auf psychiatrische Behandlung angewiesen sind, völlig vorbei.

Durch die Petition soll erreicht werden, dass die verbindliche Einführung des neuen Entgeltsystems um zwei Jahre verschoben wird. Diese Zeit soll genutzt werden, um die patientenfreundlicheren Alternativen, die es durchaus gibt, in der Praxis zu testen.

Dies ist nicht irgendeine Unterschriftenliste, sondern eine Petition an den Bundestag. Die Petition braucht bis zum 24.02.14 50.000 UnterzeichnerInnen. Wird dies erreicht, muss sich der Petitionsausschuss mit der Sache befassen - das ist gelebte Demokratie.

Der Selbsthilfe-Verein psychisch Kranker e.V. Pandora will PEPP verhindern und hat diese Petition eingereicht.

Wir unterstützen diese Petition. Bitte helfen auch Sie mit.

Und so gehts:
1. Klicken Sie auf diesen Link: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2013/_10/_25/Petition_46537.nc.html

2. Anmelden oder Registrieren

3. Unterzeichnen

4. Und dann diese Information bitte unbedingt in Ihrem Umfeld weiter leiten.

Herzlichen Dank!

PS: Zusätzlich dazu unterstützen wir die Verbreitung des erfolgreichen finnischen Behandlungsmodells des Offenen Dialogs.
Durch den Umbau des Systems auf diesen Ansatz kann die Versorgung psychisch Kranker bei gleichen finanziellen Mitteln erheblich verbessert werden.

Weitere Informationen